Outsourcen von Wertschöpfungsketten – ja oder nein ?

Vorab: hierzu gibt es keine eindeutige Antwort. Jeder Unternehmer entscheidet letztendlich über die Notwendigkeit einer Ausgliederung.

Definition und Historie

Was versteht man unter Outsourcen ?

Dahinter verbirgt sich der englische Begriff Outside resource using („Quelle von außen benutzen“)

Outsourcing oder Verlagerung oder Outplacement war besonders in den 90er Jahren eine gängige Praxis in der Automobilbranche. Einzelne Konstruktions – und Entwicklungsleistungen wurden an externe Unternehmen gegeben. Oft wurden sogar  ganze Abteilungen wie z.B. Lager oder Disposition an externe Speditionsfirmen ausgegliedert.

Ursache und Gründe

Durch die Konzentration der Kernaktivitäten werden Kostenvorteile erwartet, um die eigene operative und strategische Marktposition in den Unternehmen zu verbessern.

Outsourcing beinhaltet immer eine Verkürzung der Wertschöpfungskette bzw. der Fertigungstiefe des Unternehmens.

Die Entscheider erhoffen sich bei Inanspruchnahme qualifizierter, spezialisierter Vorlieferanten für Komponenten und Dienstleistungen eine drastische Reduzierung der Gemeinkosten des Unternehmens.

Diese Rechnung ist allerdings nicht immer aufgegangen: so wurden die Entscheidungen oft übereilig getroffen, ohne Einbeziehung der betroffenen Abteilungen.

Risiken und Chancen

Risiken einer Auslagerung liegen im Wesentlichen im Know-How-Verlust oder deren Weitergabe an den Wettbewerb, Abhängigkeit von Drittunternehmen, Qualitätsverlust und dem fehlenden Austausch informeller interner Kommunikation z. B. zwischen Fertigung und Konstruktion, aus denen neue Ideen für Verbesserungen entstehen könnten.

Da typischerweise nach einer Auslagerung die Fachkräfteweiterbildung eingeschränkt wird, ist ein späteres Insourcing nur mit erhöhten Aufwand wieder möglich.

Wichtig ist, dass im Rahmen des Outsourcings Schlüsseltechnologien und -kompetenzen nicht aufgegeben werden.

So gilt besonders die Auslagerung im sensiblen Entwicklungsbereich als riskant. Viele Unternehmer haben sich auf Messen schon gewundert, dass z.B. schützenswerte  eigene Technologien sowie Entwicklungen als Novum beim Wettbewerber zu finden waren.

Sonderstellung Marketing

Das Auslagern von Marketing – und Werbeaktivitäten ist in Mittelstandunternehmen schon lange Praxis und das Vertrauen in kompetente, externe, fachversierte Marketing-spezialisten basiert auf langjähriger Zusammenarbeit.

Der klassische deutsche Mittelstand verfügt meistens nicht über die entsprechenden Personalressourcen, um Marketing organisatorisch im Unternehmen umzusetzen. Zeitlich eingebunden in der Erledigung des Tagesgeschäftes sind alle personellen Kapazitäten belegt und das Projekt „Werbung / Öffentlichkeitsarbeit“ bleibt mal wieder unerledigt.

Die Unternehmer wissen um die Notwendigkeit der besseren Vermarktung ihrer Produkte oder Dienstleistungen, haben aber noch keinen Königsweg zur internen Umsetzung gefunden.

Das Werbebudget ist oft schmal und die verantwortlichen Unternehmer stehen jedes Jahr wieder vor der Herausforderung, wie sie es sinnvoll im Bereich Marketing einsetzen können.

Fazit

Kreative Marketingprofis helfen den richtigen Weg zum Ziel zu finden, das Werbebudget sinnvoll zur Neukundengenerierung  und Sicherung zukünftiger Umsätze einzusetzen.

 

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